Ein merkwürdes Haus in der Harzer Straße. Durch diese ging früher die Berliner Mauer. Trennte Neukölln von Treptow. West von Ost. Was mögen die Grenzsoldaten beim Anblick dieser Hütte vermutet haben? Eine Hochleistungsabhöranlage? Eine neumodische Eisdiele? Voll Neukölln.


mirko,
glückwunsch zu diesen 70 sekunden video. hat mich wirklich sehr beeindruckt aufgrund der ruhe und einfachheit und ästhetik, die da drin steckt. davon würde ich gerne noch mehr sehen. es gibt sicher jede menge eigenartiger oder auch ganz normaler orte in berlin, die das bild der stadt ausmachen. ich finde den detaillierten blick sehr schön. weil darin auch etwas beunruhigendes steckt. das gefühl, dass irgendetwas bald paasieren wird. dieser gedanke begleitet mich seit ein paar monaten, wenn ich durch berlin gehe. das gefühl, dass es irgendwo gleich explodiert. dazu passt auch der titel einer platte, die ich gerade ständig hören muss: "die tiere sind unruhig".

das finde ich greifbarer als die kleine reihe über ein plakat, dass scheinbar aus einem sehr einfalls- und lustlosen pitch hervorgegangen ist. diese "ich bin doch nicht blöd"-kampagnen rufen doch nur noch gähnen hervor. ein plakat mehr aus der reihe, uninteressant. das sollte man nicht weiter mit bedeutung aufladen, auch wenn der jesus-spruch einen konfrontativen charakter hat. aber das sollen nur meine meinung und ein paar lose gedanken sein.
grüße
peter

danke. das freut. grüße,
m.

Das ist doch gar kein Film - das ist ja ein siebzigsekündiges foto. mhm.

Aha. Ein Foto auf dem Vögel zwitschern, der Wind weht, Leute vorbei gehen, eine andere Sprache sprechen, ein Kind singt und ein Auto vorbei fährt, das die Beschaffenheiten der Straße demontriert. Ein Foto auf dem 70 Sekunden vergehen. Aha.
Ich sehe gar keinen Grund mich zu rechtfertigen, warum das ein Film und kein Foto geworden ist. Dein Argument ist kein Argument.
Trotzdem danke, für diesen Einwurf ;)